Das Entwicklungskonzept Oberes Moseltal bringt

den deutsch-luxemburgischen Grenzraum voran und vernetzt lokale Akteure (z.B. Kommunen) mit den regionalen Akteuren (z.B. LEADER-Büros) und den staatlichen Akeuren (z.B: Landesplanungsministerien).

Regionalmanager zum EOM

Martin Güdelhöfer Tel: +352 750139 Mail: eom@miselerland.lu 23, Route de Trèves, L-6793 Grevenmacher

Das grenzüberschreitende „Entwicklungskonzept Oberes Moseltal“ (EOM) ist eine gemeinsamer Ansatz der Landesplanungsministerien Luxemburg, Rheinland-Pfalz und Saarland, um die zukünftige Entwicklung des deutsch-luxemburgischen Grenzgebiets zwischen Echternach/Irrel und Schengen/Perl aus Sicht der Raumordnung anzugehen.  Eine Hauptstudie zum EOM wurde 2016 von den Landesplanungen auf den Weg gebracht. Bis Herbst 2018 wurden unter Einbindung wichtiger lokaler / regionaler Akteure aus dem Dreiländereck fundierte Meilensteine erarbeitet:

  • 15 Themenkarten
  • 1 Raumanalyse
  • 1 Leitbild (erarbeitet in einem Querschnittsworkshop; siehe Anhang)
  • 12 Impulsprojekte (in verschiedenen Themenfeldern wie z. B. Siedlungsentwicklung, Baukultur, Gesundheitswirtschaft, Tourismus, Mobilität, Umweltschutz)

Anstatt über (planungs‑) rechtliche Verankerungen kann die Umsetzung des EOM, seines Leitbildes und der Impulsprojekte aktuell eher dadurch erfolgen, dass die Gemeinden und Akteure im Rahmen eines aktiven Prozesses mitarbeiten und mitentscheiden können. Deshalb sollen die Gemeinden und andere potenzielle Projektträger in einem Bottom-up-Prozess motiviert werden, eigene Projekte zu realisieren, die die Umsetzung von Leitbild und Leitvorstellungen des EOM unterstützen. 

In diesem Zuge kann an den in der Region seit vielen Jahren etablierten LEADER-Ansatz und insbesondere die Arbeiten und Erfolge der jeweiligen Lokalen Aktionsgruppen (LAG) im Oberen Moseltal angeknüpft werden. Letztere verfügen über eine jahrzehntelange Praxis-Erfahrung in der Initiierung und Umsetzung von gemeinsamen regionalen, grenzüberschreitenden Projekten.

Insbesondere die grenzüberschreitende Kooperation der LAG Miselerland (Luxemburg) und Moselfranken (Rheinland-Pfalz) – mit Beteiligung der LAG Land zum Leben Merzig-Wadern (Saarland) und Regioun Mëllerdall (Luxemburg) – weist in ihrer Entwicklungsstrategie zahlreiche thematische und räumliche Anknüpfungspunkte zum EOM auf.

Deshalb haben sich die LEADER-Geschäftsstellen schon früh aktiv und intensiv in den EOM-Prozess eingebracht. Bereits mit der Formulierung der ersten Zwischenstände und verstärkt seit der Ver­öffentlichung des Ergebnisberichts zum EOM im Juni 2018 zeigte sich, dass die Mehrheit der bearbeiteten Themen und konkret der Impulsprojekte im direkten Überschneidungsbereich mit den LEADER-Aktivitäten und -Akteursgruppen liegen.

Darüber hinaus hat sich in den letzten Monaten gezeigt, dass durch ein koordiniertes, gemeinsames Wirken in den Themen und in Abstimmung mit den Akteuren erhebliche Synergieeffekte und Projekt-Fortschritte erzielt werden können.

Über eine enge und verstetigte Zusammenarbeit der genannten Lokalen Aktionsgruppen mit den EOM-Akteuren sollen auch künftig gezielt und in noch stärkerem Maße Kräfte und Ressourcen gebündelt werden. Langfristig kann auch die Möglichkeit einer gemeinsamen Institutionalisierung des Regionalmanagements im Rahmen der Unterzeichnenden dieser Absichtserklärung untersucht werden.

EOM-Regionalmanagement

Zur Umsetzung des EOM ist seit August 2020 ein Regionalmanager vor Ort installiert. Um  Doppelstrukturen zu vermeiden und Synergien aktiv zu nutzen, ist eine Zusammenarbeit mit den etablierten LEADER-Regionalmanagements als im Oberen Moseltal bestehenden, akzeptierten und grenzübergreifend aktiven Netzwerken zwingend erforderlich und von den Lokalen Aktionsgruppen ausdrücklich erwünscht, auch wenn der Raum, der durch das EOM abgedeckt wird, über das Programmgebiet der LEADER-Regionen Miselerland und Moselfranken hinaus geht.

Deshalb ist der EOM-Regionalmanager im Rahmen einer zunächst zwei Jahre andauernden Pilotphase bei der Geschäftsstelle der LEADER-Region Miselerland in Grevenmacher angesiedelt.

Auf diese Weise entsteht am Standort Grevenmacher eine wirkungsvolle Regionalmanagement-Koordinationsstelle für die Grenzregion, die auch weiterhin in enger Zusammenarbeit mit dem LEADER-Regionalmanagement der LAG Moselfranken mit ihrer Geschäftsstelle in der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell, sowie in engem Austausch mit den LAG Land zum Leben Merzig-Wadern (Saarland) und Regioun Mëllerdall (Luxemburg) steht.

Der Posten des EOM-Regionalmanagers ist mit dem Geographen Martin Güdelhöfer besetzt.

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